Ernst-Bloch-Assoziation


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Macron.Uff????
Gerade nochmal »gut?« gegangen???
Macron, das kleinere Übel, hat den Durchmarsch des Front National verhindert.
Offenbart hat sich allerdings: über 11 Millionen französicher Wähler haben sich für Le Pen entschieden.
Für eine Politik gegen Europa, für Ausländerfeindlichkeit, Hass und Hetze.
Die von Bloch bereits vor dem Aufkommen der Nazis konstatierte Blutarmut in der Argumentation und Politik der Linken hilft auch heute den rechten Schreihälsen allerorten in den Sattel.
So erscheint der »wirtschaftsliberale« Macron als »Retter« in der Not.
Hauptsache nicht: Le Pen.
Ob das reicht?
Ernst Blochs Erbschaft [in]dieser Zeit
Ernst Bloch hat die Anziehungskraft des »völkischen Denkens« und dessen Okkupation der Gefühlswelten treffend analysiert und der Linken bereits lange VOR dem zweiten Weltkrieg ihr Defizit an Emotion vorgeführt.

Wir erleben heute eine ähnliche Situation. Die Populisten der Rechten erobern die »Herzen der Massen«.

Fake-News füttern die Blase, in der Rassismus, Gewalt und Hass gegen Andersdenkende gedeihen.

Was wird die Erbschaft dieser Zeit sein, wenn sich kein Widerstand dagegen organisiert?


»Er mag nicht mehr. Aber er sieht nirgends, wie und wo. So läßt sich der abhängige Mann weiter benützen. Hält sich für einen anderen, als er ist.«
(Ernst Bloch: Erbschaft dieser Zeit, GA 4 S.25)

»Der Kapitalismus konnte das Irrationale so wenig austrocknen, daß es gerade als »Widerspruch« zu seiner Sachlichkeit und Rationalisierung immer stärker geworden ist; [...]diesem Widerspruch muß geholfen werden. « (a.a.O. S.69)



Ernst Blochs Blick auf die Entwicklung in der Weimarer Zeit ist für heute treffender denn je. Es wird wirklich Zeit, Welt und Politik zu ändern.

Für alle, die es nicht wissen, oder vielleicht schon wieder vergessen haben:

Ernst Bloch ist ein politischer Philosoph.

Die Linke unterlag damals den Nazis, weil sie
»die Massenphantasie unterernährt hat.«

Ernst Bloch, Erbschaft dieser Zeit, GA 4 S.149
Rattenfänger bei der AfD
Die Populisten feiern überall fröhliche Urständ. Es wird WIRKLICH Zeit, höchste Zeit für die Linke, die Träume und Wünsche der Menschen nicht den rechten Rattenfängern zu überlassen.
Die AfD mobilisiert - nicht nur - die Nichtwähler. Wie im uralten Degenhardt-Song: »Wie oft hat man sie schon totgesagt, doch, hier im Innern des Landes, da leben sie noch...« die Biodeutschen Völkischen und die echten Braunen.
Leider rühren sich überall – auch bei uns – die Demagogen. Der »besorgte Bürger« rückt vor: das hatten wir schon einmal und dies ist beileibe keine, wirklich keine »Alternative« für Deutschland.
Langfristig orientiertes und nachhaltig strukturiertes Denken? Fehlanzeige.

Wo bleibt der »Mutbürger« anstelle der unsäglichen »Wutbürger«?

Die neuen Rechten sind das Sammelbecken der Unzufriedenen und ein durchaus gefährliches Eintrittstor zum »Neuen braunen Denken«.
Hier wird der Weg bereitet für das Aufgehen der Saat, die in den »befreiten« Gebieten herangewachsen ist.
Unter dem Deckmantel des »Normalen« wird »Völkisches« wieder salonfähig.
Frauke Petry sprach offen davon.
Und es sind beileibe nicht nur die »bekennenden« Rechten, die darauf ansprechen.
Der eindeutig »völkische Ton« von Gauland und Meuthen wurde von den Delegierten auf dem AfD Parteitag in Köln mit frenetischem und anhaltendem Applaus goutiert.
Die »wirtschaftsliberale« Weidel gewinnt mit hetzerischen Tönen die AfD Spitzenposition für den Wahlkampf neben Gauland.
Die braune Saat geht auf.
Der blaue Mantel täuscht.

Neues »Sultanat« Türkei vollendet.
Das »neue« Erdoganistan wird der Horror für alle rechtschaffenen Türken und alle weltlich oder westlich orientierten Intellektuellen.

Dem dilettantischen »militärischen« Putschversuch folgte unmittelbar der von langer Hand vorbereitete »zivile» Putsch Erdogans. Das hat im »siegreichen« und wahrscheinlich »getürkten« Ergebnis beim Referendum nunmehr sein Ziel gefunden.

Pogrome, Lynchmob und fanatisierte Massen spülen die letzten Reste von Demokratie in der türkischen Gesellschaft hinweg.
Bezeichnend: der geschickt bei der Siegverkündung orchestrierte Schrei der freudetaumelnden Massen nach der Todesstrafe.


Letzte Reste von Rechtsstaatlichkeit werden systematisch und konsequent beseitigt.

Hinzu kommen nun auch neue Großmachtgedanken: die Grenzen des »Nationalpakts« von 1920 werden wieder genannt. Die Erdogan ergebene Presse zeigt entsprechende Karten mit den Gebieten. »Wir haben unsere Grenzen nicht freiwillig akzeptiert«...Erdogan beansprucht die abgetretenen griechischen Inseln in der Ägäis, sowie Aleppo und Mossul.


Nicht zu vergessen: der konservative Teil der »Deutsch-Türken« bekennt sich zur Anhängerschaft Erdogans. Leider.
Deren große Zustimmung zum »An-Führer« Erdogan ist Vorbote für sich steigernde Konflikte hier bei uns.
Reaktionäres Gedankengut und aggressives Politikverständnis paaren sich mit nationalistischer Hetze, Homophobie, Machogehabe und rückwärtsgewandtem Frauenbild...


Wo bleibt eine linke Position dazu ? Wo die Unterstützung für die demokratisch orientierte »andere« Hälfte der türkischen Bevölkerung?
Die reaktionären Schreihälse erhalten derzeit wesentlich mehr Aufmerksamkeit, als ihrer realen Zahl zukommt. Das gilt für türkische genauso, wie für AfD und andere Rechte.

Zu den atavistischen Erfolgsfaktoren faschistoider »Bewegungen« hat Ernst Bloch als einer der wenigen in den Dreißiger Jahren zeitnah explizit Stellung genommen.


Kommentar zum Stichwort:Machiavellismus
Machiavellismus als Erfolgsrezept für politisches Handeln?


Aktueller VorSchein Nr.34
VorSchein 34
Veröffentlichung der Beiträge zur Tagung

„Dunkel des gelebten Augenblicks“
Jubiläumstagung 30 JAHRE ERNST-BLOCH-ASSOZIATION November 2015

sowie zum Workshop

Spekulativer Materialismus, Neuer Realismus

Mit Beiträgen von Martin Blumentritt, Beat Dietschy, Heiko Hartmann, Lukas Hartmann, Manfred Klein, Martin Küpper, Klaus Robra, Volker Schneider, Mohamed Turki,
Doris Zeilinger, Julia Zilles und Rainer Zimmermann


und mit einer Buchbesprechung zum neuen Schelling-Buch von Wolfdietrich Schmied-Kowarzik:
»Existenz denken. Schellings Philosophie von ihren Anfängen bis zum Spätwerk«

Infos (Download Vorwort etc.)
VorSchein und zum ANTOGO-Verlag
Das Ende der Demokratie?
Abgesehen von den derzeit virulenten gesellschaftlichen Strömungen, die in den Rechtsextremismus führen, ist im Hintergrund ein noch viel bedrohliches Szenario wirksam. Die von den Unternehmen im Silicon Valley ausgehenden digitalen Netze und Technologien insgesamt überschreiten unbeeinträchtigt alle politischen und ethischen Grenzen. Die dahinter operierende Künstliche Intelligenz läßt Goethes Zauberlehrling lediglich als kleinen Scharlatan ohne Wirkung erscheinen.
Gekoppelt mit wirtschaftlichen Interessen ist die Skrupellosigkeit und der Zynismus der neuen Eliten kaum noch verborgen. Eric Schmidt gibt an: wir wollen die Weltherrschaft erreichen...
Technikkritik wird in der Regel als Maschinenstürmerei diffamiert und somit schnell abgetan.
Die Kanzlerin bläst ins gleiche Horn, wenn sie zur »Aufholjagd bei der Digitalisierung« aufruft.
Absolut lesenswert, da mit Insiderwissen und überaus reflektiertem Technikverständis geschrieben:
Ivonne Hofstetter, Das Ende der Demokratie- Wie die künstliche Intelligenz die Politik übernimmt und uns entmündigt

Überlegungen zu einer möglichen Transformation unserer Gesellschaft und Wirtschaft dürfen auch diesen Aspekt nicht unberücksichtigt lassen.
Auch hier gilt:
Eine brauchbare Strategie muss zwingend eine Langzeitperspektive und den Weitblick für die Zukunft beinhalten. Und die dazu erforderlichen Änderungen in den Gewohnheiten des Denkens verständlich und einsehbar formulieren.


Ernst Bloch:» Das Denken schafft erst die Welt, in der verwandelt werden kann, und nicht bloss gestümpert.« (Spuren S.202)

Tagung zum Thema:

Unboxing, Algorithmus, Daten und Demokratie
Mit Evgeny Morozov, Felix Stalder, Lorenz Matzat, Agata Królikowski, Anke Domscheit-Berg, Bernd Belina, Francesca Bria, Halina Wawzyniak, Jörg Blumtritt, Katalin Gennburg, Lorenz Krämer, Martin Delius, Nina Pohler, Richard Barbrook, Tile von Damm, Till Straube, Tiziana Terranova, Tomislav Medak, Helen Knowles
Samstag, 03.12.2016 | 10:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Rosa-Luxemburg-Stiftung, Münzenbergsaal, Berlin
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin

Zu den Infos und zum Livestream der Tagung
Fundstück. Eins das Mut macht.
Hier ist ein veritables und nachdenklich machendes Fundstück.
Es geht um eine akzeptable Zukunft und um Real-Mögliches (im Sinne von Ernst Bloch).

Etwas Zeit nehmen für: Ein Leseangebot zum Innehalten, Nachdenken - und Voranschreiten.#

Rückkehr der Hoffnung

Beginn für einen produktiven Diskurs.

»Die Richtung muß stimmen«(Ernst Bloch)

Und die geht nach: links.
Transformation und gemeinsame Arbeit an Europa - Tagung 2017
Ein Ende des Wachstums liegt vor der Tür. Die endlose Expansion von Technik und Ausbeutung zerstört die vorhandenen Ressourcen.
Bald auf unwiederbringliche Weise.



Degrowth, Nachhaltigkeit, Innovation...
Eine anzustrebende Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft muss auch die politische Struktur der EU beinhalten.
Diese Transformation erfordert bewußtes, konzentriertes und vor allen Dingen mit Weitblick ausgestattetes Denken.


Es ist Zeit, daran zu erinnern, dass es bereits vorhanden ist.

Utopie hatte schon einmal bessere Konjunktur. Wir sollten – und müssen – sie wieder abstauben und erneut freisetzen.
Es geht um die Zukunft.

Jenseits von technisch gedachten Innovationen. Es ist die Zunkunft unseres Planeten.


Zeit für eine neue Lektüre von Ernst Bloch. Und eine Praxis mit Auge, Maß und Ziel.

»Konkrete« Utopie. Revisited.

Wie Transformation und Praxis wirksamen Tiefgang gewinnen können, soll die EBA-Tagung 2017 erarbeiten.
20.-22.Oktober 2017. Berlin
Anmeldung auch über unser Kontaktformular.
Aktuelles aus der Ernst-Bloch-Assoziation
Die neue Website wird gebaut. Endlich. Die Inhalte der alten Seite werden übernommen, Neues kommt hinzu.
Das dauert etwas, deshalb bitte auch noch auf der alten Seite stöbern.
Das geht unter: Über uns, dort ist ein Link angelegt.

Stichwort für unsere Tagung 2017 ist:"Transformation". Der Arbeitstitel lautet: »Der Zukunft auf der Spur
- Transformation aus der Perspektive Ernst Blochs«

Eine konkrete Änderung der Produktions- und Denkpraxis bedarf eines gründlichen Umdenkens. Dazu ist das offene Denken von Ernst Bloch ein wichtiger und hilfreicher Baustein.
Grundlegende Infos zur ersten Annäherung:
»Neue Transformation - Das Morgen tanzt im Heute « sowie: » Die zweite Transformation und die Linke «

Ausgelieferte gegenüber der Notwendigkeit zum Wachstum? WiW-Dossier6_Post_Wachstumsdebatte_web.pdf

Grün gezähmter Kapitalismus? WiW_Dossier3a_Alternative_Wirtschafts_und_Gesellschaftsmodelle.pdf
Tagungshinweise/Veranstaltungen

„Die Russische Revolution als philosophisches Schlüsselereignis.“
Georg Lukács‘ und Ernst Blochs politisch- philosophische Antworten auf Lenin(ismus) und die Oktoberrevolution


11. März 2017, ca. 13.00-19.00 Uhr (Alternative: 12-19 Uhr)

Ort und Veranstalter: Helle Panke, Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin (http://www.helle-panke.de/), in Kooperation mit der Ernst-Bloch-Assoziation, der Ernst-Bloch-Gesellschaft und der Internationalen Georg-Lukács-Gesellschaft





In our hands. An experiential installation
Veranstaltung zu Utopia 2016 , King"s College London
utopia2016.com
Programm Utopia 2016 , King"s College London unter Bezug auf Ernst Bloch



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